Tagung von LIS e. V.:

«Patientenverfügung: Willensentscheidung oder überflüssige Formalität?» (1)

Am zweiten Februar fand im großen Saal des Hauptgebäudes des Ev. Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge in Berlin-Lichtenberg eine vom Förderverein zur Verbesserung der Lebensumstände von Locked-in-Syndrom-Patienten – LIS e. V. veranstaltete Tagung zu dem wichtigen und umstrittenen Thema der sogenannten Patientenverfügungen statt.

Dr. rer. nat. Karl-Heinz Pantke Ungefähr 130 interessierte Personen waren nach Berlin gekommen, um an dieser als ärztliche Fortbildung anerkannten Veranstaltung teilzunehmen,
die zu Beginn durch den Vorsitzenden von LIS e. V.,
Herrn Dr. rer. nat. Karl-Heinz Pantke, selbst ein Betroffener des Locked-in Syndroms, auch im Namen
der Mitglieder ganz herzlich begrüßt wurden. Gleich am Anfang des Programms wies Dr. Pantke darauf hin, daß die Problematik der sogenannten Patientenverfügungen den Verein LIS e. V. schon seit längerem beschäftige, da besonders sehr schwer erkrankte Menschen durch die mit dieser Diskussion verbundenen Konsequenzen in Gesundheitswesen und Gesellschaft betroffen seien. Deshalb habe der Verein dazu bereits ein Buch mit Patientenstellungnahmen herausgegeben ("Ich lebe gerne..." Stellungnahmen von Betroffenen zur sog. "Sterbehilfe" u. zur Problematik von Patientenverfügungen. Zu beziehen über den Verein). Auffällig sei nämlich an dieser Diskussion, daß meistens über, selten aber mit den Betroffenen schwerer, auch chronischer Erkrankungen gesprochen werde. Um dies zu ändern, veranstalte LIS e. V. diese Tagung, auf der Fachleute verschiedener Disziplinen und Betroffene über dieses wichtige Thema reden, und Interessierte informieren könnten. mehr